UNVERPACKT?

Was Ist das?

Was ist Unverpackt?

So simpel wie der Duden das Wort an sich erklärt [“nicht verpackt“. Duh.] ist im Grunde und etwas vereinfacht auch die Idee eines Unverpackt-Ladens: Kundinnen & Kunden, also du & ich, sollen dort ihre Lebensmittel und andere Produkte möglichst ohne Einwegverpackung einkaufen können.

Dahinter steht der Zero Waste-Gedanke – der Vorsatz, Verschwendung im Alltag möglichst Richtung Null zu drehen. Das heißt ganz grob gesagt: sparsam mit Rohstoffen umgehen. Das geht auf unterschiedlichen Wegen: Ich kann Dinge wiederverwenden, reparieren, teilen, recyclen, auch mal nicht kaufen oder eben ganz bewusst kaufen. Zum Beispiel ganz bewusst verpackungsfrei.

Nachhaltig – rundum & auf ganzer Strecke

Im Unverpackt-Laden lässt sich Verpackungsmüll umgehen, langlebige Dinge kaufen, gezielte Mengen abfüllen, Überkonsum besser vermeiden und bewusster konsumieren. Die Produkte sind in den allermeisten Läden darüber hinaus bio, nachhaltig & fair produziert und kommen bestenfalls aus der Region. Das hält die Lieferwege kürzer, die Ressourcennutzung auf diesen Wegen geringer und den Co2-Fußabdruck in den meisten Fällen kleiner.

Auch beim Blick auf die Verpackung aka Nicht-Verpackung geht es nicht nur um die Ware im Laden, sondern auch um die Lieferkette: die Ware findet verpackungsarm ihren Weg in die Regale. Das unterscheidet Unverpackt-Läden von Abfüllstationen in Supermärkten wie denn’s oder tegut. Durch fehlenden Lagerplatz & wenig Lieferflexibilität werden die Produkte dort in der Regel aus kleinen 2,5-Säcken wiederaufgefüllt. Nachhaltigkeit und Müllersparnis ist das nicht wirklich.

Unverpackt-Läden machen es so richtig richtig

Im Vergleich dazu liefern Zuliefernde von Unverpackt-Läden die Produkte meist in [Mehrweg-]Großgebinden, die wiederverwendet oder zurückgegeben werden können. Das Auge der immer zahlreicher werdenden Unverpacktler und auch das des Unverpackt-Verbands ist scharf und die Forderungen nach Verpackungsvermeidung sind laut – und viele Lieferant:innen haben sich mittlerweile grandios auf größtmögliche Verpackungsfreiheit auf dem gesamten Lieferweg eingestellt!

Aus den Großgebinden werden die Produkte in sogenannte Bins, also Spendersysteme gefüllt, aus denen Kund:innen sich die gewünschte Menge abfüllen können. Das Einkaufen in einem Unverpackt-Laden ist, wenn man es erstmal durchschaut hat, ähnlich simpel wie die Unverpackt-Duden-Erklärung: Ich bringe meine eigenen Behälter mit oder kaufe oder leihe mir einen vor Ort, wiege ihn ab, schreibe das Gewicht drauf und fülle dann hinein, was ich möchte. Das Leergewicht wird an der Kasse abgezogen. Ich zahle für genau das, was ich möchte.

#neuegewohnheitenrocken

Verpackungsfreies Einkaufen braucht zu Beginn manchmal etwas Umgewöhnung, dann kann ich alle Vorteile genießen:

Ich kaufe nur das was ich will, in der Menge, die ich will. Ich finde gute Produkte, bestenfalls aus der Region, die sorgsam ausgewählt wurden. Bei Fragen oder besonderen Wünschen kann ich mich an die Menschen vor Ort wenden. Und natürlich: ich vermeide Müll auf der gesamten Lieferstrecke und – da sind wir wieder – spare damit Ressourcen!

Gut, oder?

Willst du einen Unverpackt-Laden in Weimar mitaufbauen?